Eine Blogserie vom H2Raum

Wasserstoff im Gespräch mit Philipp Neuhaus

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Philipp Neuhaus, Teamleiter bei der ProPuls GmbH in Gelsenkirchen, arbeitet daran, Wasserstoffsysteme effizienter zu machen. Dafür sucht er Partner, die an innovativen Lösungen im Umfeld von Elektrolyseuren, Brennstoffzellen oder Prüftechnik arbeiten. Im Fokus seiner Arbeit stehen Prüfstände und Stack-Technologien für Brennstoffzellen und Elektrolyseure – insbesondere die patentierte hydraulische Verpressung von Stacks, die aktuell im Werkstattprojekt H2SME von H2Raum getestet wird.

H2Raum: Stellen Sie sich bitte unseren Lesenden kurz vor.

Philipp Neuhaus: Mein Name ist Philipp Neuhaus, ich bin gebürtiger Essener und Teamleiter im Bereich Mess-, Steuer- und Regeltechnik bei der ProPuls GmbH in Gelsenkirchen im Bereich Forschung und Entwicklung. Ich habe Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik studiert und beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Steuerung und Prüfung von Wasserstoffsystemen wie Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. Bei ProPuls entwickeln wir im Allgemeinen Test- und Steuerungstechnik, um Wasserstofftechnologien effizienter und praxistauglicher zu machen.

H2Raum: Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt bei ProPuls?

Philipp Neuhaus: Mein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Mess-, Steuer- und Regeltechnik – also der technischen Grundlage, um komplexe Systeme sicher und effizient zu betreiben. Dieser Bereich umfasst nicht nur klassische Anwendungen, sondern zunehmend auch Wasserstofftechnologien. In den letzten Jahren liegt der Fokus besonders auf Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. Wir schaffen die technische Basis, um diese Systeme präzise zu testen und ihre Effizienz sowie Lebensdauer kontinuierlich zu verbessern.

H2Raum: Woran arbeiten Sie aktuell in Bezug auf das Thema Wasserstoff?

Philipp Neuhaus: Aktuell entwickeln wir Prüfstände und Stack-Technologien für Brennstoffzellen und Elektrolyseure, insbesondere für kleine und mittlere Anwendungen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf unserem patentierten Konzept der hydraulischen Verpressung von Stacks. Dieses Verfahren sorgt für eine gleichmäßige und adaptive Druckverteilung, was Effizienz und Lebensdauer deutlich verbessert. Unsere Prüfstände ermöglichen Tests unter homogenen Bedingungen und erhöhen die Vergleichbarkeit von Messergebnissen.

H2Raum: Wo liegt Ihrer Meinung nach die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende?

Philipp Neuhaus: Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle. Er ermöglicht es, erneuerbare Energie zu speichern und flexibel zu nutzen, besonders dort, wo direkte Elektrifizierung schwierig ist – etwa in der energieintensiven Industrie, im Schwerlastverkehr oder bei saisonalen Speichern. Wasserstoff verbindet verschiedene Energiesektoren miteinander und trägt so zu einer nachhaltigen Energieversorgung über das gesamte Jahr bei.

H2Raum: Wieso benötigen wir gerade im Ruhrgebiet eine Wasserstoffwirtschaft?

Philipp Neuhaus: Das Ruhrgebiet hat eine starke industrielle Basis, bestehende Energieinfrastrukturen inklusive eines lokalen Wasserstoffnetzes und eine hohe Dichte an Forschungseinrichtungen sowie innovativen Startups bis hin zu großen Konzernen. Diese Voraussetzungen bieten ideale Bedingungen für eine regionale Wasserstoffwirtschaft. Der Wandel hin zu Wasserstoff kann neue Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, was im Rahmen des Strukturwandels besonders wichtig ist. Die Region kann so langfristig als moderner Technologie- und Industriestandort gestärkt werden.

H2Raum: Arbeiten Sie aktuell an konkreten Projekten, für die Sie Partner suchen?

Philipp Neuhaus: Wir sind offen für Kooperationen in Forschung, Entwicklung und ingenieurtechnischen Dienstleistungen. Besonders interessant sind Partner, die innovative Lösungen im Umfeld von Elektrolyseuren, Brennstoffzellen oder Prüftechnik gemeinsam mit uns vorantreiben möchten. Der Austausch mit Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

H2Raum: Mit welchen Fragestellungen/Projekten können sich Unternehmen an Sie wenden?

Philipp Neuhaus: Unternehmen können sich mit ganz unterschiedlichen Themen an uns wenden – von der Entwicklung und Erprobung neuer Komponenten über die Konzeption individueller Prüfstände bis hin zu Steuerungs- und Regelungstechnik. Wir unterstützen sowohl in der frühen Forschungsphase als auch bei der praktischen Umsetzung.

H2Raum: Zu welchen Fragestellungen würden Sie sich gerne mit Forschenden austauschen?

Philipp Neuhaus: Besonders spannend ist der Austausch über die Gestaltung homogener Testumgebungen für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Um Systeme vergleichbar bewerten zu können, müssen Prüfparameter wie Druck, Temperatur, Gasfeuchte oder Stromdichte genau definiert und gesteuert werden. Hier gibt es großes Potenzial für gemeinsame Entwicklungen, z.B. bei Standardisierung von Testmethoden oder intelligenter Auswertung von Messdaten.

H2Raum: Unter welchen Kontaktdaten kann man Sie ansprechen?