H2!Academy: Fort- und Weiterbildung für die Wasserstoffwirtschaft

Mit dem Projekt  H2!Academy – Pilotierung und Aufbau einer H2-Aus-, Fort- und Weiterbildungsakademie  entwickelt die IHK Nord Westfalen ein berufliches Bildungsangebot für das nördliche Ruhrgebiet. H2!Academy will die Transformation mittelständischer Unternehmen zum Energieträger Wasserstoff unterstützen und ist im Werkstattbereich von H2Raum angesiedelt.

Von links nach rechts: Hannah Kubitza, Gesine Hahn und Anna Zweigardt

Dafür ermittelt die IHK Nord Westfalen derzeit die Weiterbildungsbedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen, um auf dieser Grundlage passgenaue Rahmenlehrpläne zu konzipieren und zu erproben. Die Projektmitarbeitenden werden die Ergebnisse der Analyse dann für Weiterbildungskonzepte sowie für die Entwicklung bundesweiter Weiterbildungsordnungen nutzen.

Projektvorhaben Wasserstoff wird vor allem im Industriesektor als Energieträger der Zukunft eine zentrale Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität spielen. Eine echte Transformation und signifikante Dekarbonisierung der Wirtschaft bis zum Jahr 2030 ist allerdings ohne die Einbindung von kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht denkbar.

Umfrage erhebt Weiterbildungsbedarfe in Unternehmen Aus diesem Grund führt die IHK Nord Westfalen im Rahmen der H2!Academy eine fünf- bis achtminütige  Umfrage  mit Unternehmerinnen und Unternehmern der Emscher-Lippe Region durch, um den Bedarf an Qualifizierung im Bereich der Wasserstoffanwendung zu ermitteln. Basierend auf der unternehmerischen Expertise und Erfahrung will die IHK Nord Westfalen ein realistisches Bild der aktuellen Bildungsbedarfe im Bereich der Wasserstoffwirtschaft definieren. Die Antworten energieintensiver Unternehmen unterstützen die IHK bei der Entwicklung eines praxisnahen Rahmenlehrplans, welcher die Grundlage für eine wasserstoffbezogene Qualifizierung der Belegschaft bilden soll und somit sowohl den Übergang von fossilen Energieträgern zu Wasserstofftechnologien erleichtert als auch Unternehmen darin bekräftigt, die Wasserstoffproduktion und -anwendung weiter zu forcieren. Mithilfe des Rückgriffs auf die breitgefächerte, praxiserprobte Expertise von kleinen und mittelständischen Unternehmen über unterschiedliche Befragungsarten will die IHK Unternehmerinnen und Unternehmer nicht nur aktiv in die Konzeption von modularen und dynamischen, wasserstoffbezogenen Qualifizierungsangeboten einbeziehen, sondern gleichzeitig auch in der Implementierung innovativer Wasserstofftechnologien im Mittelstand stärken.

Ziele von H2!Academy

Passgenaue Qualifizierungsangebote

Entwicklung passgenauer Qualifizierungsangebote, um Fachpersonal für die Wasserstofftransformation zu spezialisieren.

Gezielte Qualifizierung

Gezielte Qualifizierung von Menschen mit höherer Berufsbildung wie z.B. geprüfte Industriemeister/-innen, um diese auf die Wasserstoffanwendung im Unternehmen zu befähigen.

Unternehmerische Expertise

Einbindung unternehmerischer Expertise zur Konzeption einer zugeschnittenen H2-Weiterbildung für KMUs.

Rahmenlehrplan

Entwicklung und Etablierung eines Rahmenlehrplans „Industriemeister/-in H2“.

Förderstruktur Im Rahmen des Programms „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ wird in den kommenden drei Jahren der Aufbau und Probelauf der „H2!Academy“ am IHK-Standort in Gelsenkirchen gefördert. Verbunden über die Initiative „H2!Raum Mittelstand Ruhr 2030“ kooperiert die IHK Nord Westfalen mit Partnerinnen und Partnern wie der Westfälischen Hochschule (WH) und der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (Fraunhofer IEG) in Bochum.

Bringen Sie Ihre Expertise in die Weiterbildungsangebote der IHK Nord Westfalen ein und nehmen Sie an der beschriebenen Umfrage teil.
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