H2Raum-Interviewreihe: Wasserstoff im Gespräch mit Prof. Ulf-Peter Apfel

„Es gibt keine Fragestellung in Bezug auf Elektrolyse, die wir nicht angehen können“,

hinter dieser starken Aussage steht Prof. Ulf-Peter Apfel von der Ruhr Uni Bochum und dem Fraunhofer Institut UMSICHT. Sein Arbeitsfeld reicht von der Entwicklung innovativer Materialien, etwa neuartiger Katalysatoren für die Wasserspaltung, bis hin zur Anwendung modernster Analysetechniken. Im Mittelpunkt steht dabei stets die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Aktuell sucht sein Team gezielt nach Partnern, die sich an praxisnahen Umsetzungsprojekten beteiligen möchten, etwa im Bereich Hochleistungselektroden, kosteneffizienter neuer Bauteile, neuartiger Elektrolyseurkonzepte oder ganzer Pilotanlagen.

Inhaltsblöcke

H2Raum: Stellen Sie sich bitte unseren Lesenden kurz vor.

Prof. Apfel: Mein Name ist Ulf-Peter Apfel. Ich bin Professor an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Bereich technische Elektrochemie und gleichzeitig Abteilungsleiter am Fraunhofer UMSICHT für den Bereich Elektrosynthese.

H2Raum: Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt?

Prof. Apfel: Unsere Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung innovativer Elektrolyseprozesse und -materialien, der Optimierung von Prozessparametern sowie der Skalierung vom Labor- in den Industriemaßstab. Dabei verbinden wir Grundlagenforschung und anwendungsnahe Lösungen, um zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Wir nutzen moderne Analyse- und Simulationstechnologien und arbeiten eng mit Partnern und Partnerinnen sowie Kunden und Kundinnen zusammen. Weitere Informationen zu unseren Forschungsaktivitäten an der RUB finden Interessierte auf unserer Website:  www.electrosyn.ruhr-uni-bochum.de .

H2Raum: Woran arbeiten Sie aktuell in Bezug auf das Thema Wasserstoff?

Prof. Apfel: Unsere Arbeit ist breit gefächert. Wir entwickeln neuartige Katalysatoren u.a. für die Wasserspaltung, integrieren diese in leistungsfähige Elektroden und arbeiten an innovativen Elektrolysezellenkonzepten für alle gängigen Niedertemperatur-Elektrolysesysteme.

H2Raum: Wo liegt Ihrer Meinung nach die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende?

Prof. Apfel: Die Bedeutung von Wasserstoff ist enorm – er ist viel mehr als ein bloßer Energieträger. Wasserstoff ist ein hochenergetischer Stoff und findet Anwendung in der chemischen Industrie, im Mobilitätssektor und bei der Stabilisierung der Stromerzeugung. Er spielt eine Schlüsselrolle als Allrounder in der Energiewende.

H2Raum: Wieso benötigen wir gerade im Ruhrgebiet eine Wasserstoffwirtschaft?

Prof. Apfel: Das Ruhrgebiet steht exemplarisch für den industriellen Wandel in Deutschland. Hier trifft energieintensive Industrie auf dicht besiedelte Räume und einen hohen Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Eine Wasserstoffwirtschaft kann emissionsintensive Prozesse in der Stahl- und Chemieindustrie klimaneutral gestalten und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven schaffen. Das Ruhrgebiet ist dank seiner vorhandenen Infrastruktur, der starken Forschungslandschaft und der industriellen Kompetenz bestens geeignet, ein Vorreiter der Wasserstoffwirtschaft zu werden.

H2Raum: Arbeiten Sie aktuell an konkreten Projekten, für die Sie Partner und Partnerinnen suchen? Was wären das für Organisationen?

Prof. Apfel: Die Frage ist eher, welche Probleme wir für die Industrie lösen können. Wir suchen immer nach interessierten Partnern und Partnerinnen aus der Industrie für Umsetzungsprojekte, insbesondere im Bereich Hochleistungselektroden, neue Bauteile mit Kosten- und Effizienzvorteilen, neue Elektrolyseurkonzepte und auch ganze Pilotanlagen.

H2Raum: Mit welchen Fragestellungen können sich Unternehmen an Sie wenden?

Prof. Apfel: Unternehmen können sich gerne an uns wenden – es gibt keine Fragestellung in Bezug auf Elektrolysen, die wir nicht angehen können.

H2Raum: Unter welchen Kontaktdaten kann man Sie ansprechen?

Prof. Apfel: Am besten erreicht man mich über die Ruhr-Universität Bochum per E-Mail unter  ulf.apfel@rub.de  oder telefonisch unter

+49 234 32 21831. Alternativ können Interessierte mich auch über das Fraunhofer UMSICHT erreichen: telefonisch unter +49 208 8598 1571. Weitere Details zu unseren Projekten gibt es auf der Website:  www.umsicht.fraunhofer.de .

Vielen Dank für das tolle Gespräch!!!

Freuen Sie sich auf regelmäßige Interviews mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Wissenschaft. Bleiben Sie dran und entdecken Sie die richtigen Kontaktpersonen für Ihre Fragen. 

Ansprechpartner

Kerstin Griese
Kerstin GrieseSenior Communicator H2Raum
H2Raum für die Transformation des Mittelstandes

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