H2Raum-Interviewreihe: Wasserstoff im Gespräch mit Lukas Lüke

Ein realistischer Blick auf die Möglichkeiten von Wasserstoff ist für den Unternehmer Lukas Lüke wichtig. In diesem Interview berichtet uns der Geschäftsführer der WEW GmbH, wie er die Herausforderungen und Chancen von Wasserstoff in Unternehmen einschätzt und wo er noch Unterstützung sucht. 

Inhaltsblöcke

H2Raum: Stellen Sie sich bitte kurz vor!

Lukas Lüke: Mein Name ist Lukas Lüke und ich bin einer der drei Gründer und Geschäftsführer der WEW GmbH aus Dortmund. Nach dem Maschinenbaustudium und verschiedenen Stationen in Forschung und Industrie haben wir 2021 unsere eigene Firma im Bereich Wasserstoff gegründet. 

H2Raum: Wo liegt Ihrer Meinung nach, die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende?

Lukas Lüke: Wasserstoff ist meines Erachtens in einigen industriellen Bereichen (z. B. Stahl und Grundstoffchemie) die einzige Möglichkeit, den Einsatz von fossilen Rohstoffen zu vermeiden. Darüber hinaus bietet er langfristig die Chance, den molekülbasierten fossilen Energie-Import (Gas, Kohle und Öl) in Deutschland auf effiziente Weise zu ersetzen. 

H2Raum: Was ist Ihre Aufgabe im Unternehmen?

Lukas Lüke: Neben vielen anderen Aufgaben als Geschäftsführer liegt mein Fokus in der WEW GmbH auf der Integration der von uns produzierten Elektrolysestacks in die Wasserstoffproduktionsanlagen unserer Kunden und Partnern. Mit einem kleinen spezialisierten Team bieten wir unseren Kunden Engineering-Support und unterstützen diese dabei, die Anlagen mit der bestmöglichen Gesamteffizienz zu betreiben. 

H2Raum: Woran arbeiten Sie aktuell in Bezug auf das Thema Wasserstoff?

Lukas Lüke: Unser Ziel ist es, unsere Stack-Technologie erfolgreich im Markt zu etablieren. Dafür entwickeln wir auf der einen Seite unsere Produktionsmethoden weiter und setzen auf der anderen Seite erste Demonstrationsprojekte mit engen Partnern um. 

H2Raum: Arbeiten Sie aktuell an konkreten Projekten, für die Sie Partner suchen? Was wären das für Partner?

Lukas Lüke: Wir sind sehr froh, bereits gute Partner an unserer Seite zu haben, mit denen wir an der Umsetzung konkreter Projekte arbeiten. Da die Anwendungsmöglichkeiten für Wassersoff allerdings sehr vielseitig und gleichzeitig die Hürden für einen gewinnorientierten Betrieb weiterhin nicht zu unterschätzen sind, freuen wir uns über mögliche weitere Partner mit guten Ideen, die Wasserstoff-Projekte und Geschäftsmodelle gemeinsam entwickeln wollen. 

H2Raum: Mit welchen Fragestellungen können sich andere Unternehmen an Sie wenden?

Lukas Lüke: Wir versuchen, einen möglichst guten Überblick über die komplette Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu behalten. Deshalb können wir zu ökonomischen Fragestellungen rund um die Produktion von Wasserstoff bis hin zu technischen Detailllösungen von Elektrolyseuren eine erste Einschätzung liefern. Besonders interessiert sind wir an innovativen, technischen Lösungen im Bereich der Stack-Technologie und im Design von Einzelkomponenten für Wasserstoffproduktionssysteme. Beispielsweise sehen wir noch großes Innovationspotenzial in der Elektrotechnik, Steuerungstechnik und Kompression. 

H2Raum: Zu welchen Fragestellungen würden Sie sich gerne mit anderen austauschen?

Lukas Lüke: Uns interessiert die Frage: „Wie könnte Wasserstoff in Ihrem Unternehmen einen Beitrag leisten?“ Aus der sich daraus anschließenden Diskussion lassen sich häufig interessante Anknüpfungspunkte entwickeln. Allerdings muss man dabei auch so realistisch sein, im Auge zu haben, dass Wasserstoff nicht die Patent-Lösung für alle Energiefragen ist. 

H2Raum: Unter welchen Kontaktdaten kann man Sie erreichen?

Lukas Lüke: Am einfachsten ist eine Mail an  info@wewhydrogen.com . Dann melden wir uns gerne zurück.

Danke für das tolle Gespräch!!

Freuen Sie sich auf regelmäßige Interviews mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Wissenschaft. Bleiben Sie dran und entdecken Sie die richtigen Kontaktpersonen für Ihre Fragen.

Ansprechpartner

Kerstin Griese
Kerstin GrieseSenior Communicator H2Raum
H2Raum für die Transformation des Mittelstandes

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